{"id":15190,"date":"1987-11-14T18:34:00","date_gmt":"1987-11-14T18:34:00","guid":{"rendered":"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/?p=15190"},"modified":"2024-03-17T18:38:30","modified_gmt":"2024-03-17T18:38:30","slug":"heeresmuskkorps-5-aus-giessen-begeisterte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/?p=15190","title":{"rendered":"Heeresmuskkorps 5 aus Gie\u00dfen begeisterte"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Stimmungsvolles Blaskonzert kam bei den 600 Zuh\u00f6rern hervorragend an<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Restlos begeistert waren am Donnerstagabend alle 600 Zuh\u00f6rer vom Gie\u00dfener Heeresmusikkorps 5 der Bundeswehr unter der Leitung von Major Hans Orterer, das im fast ausverkauften Butzbacher B\u00fcrgerhaus ein bemerkenswertes und vielen Besuchern unverge\u00dfliches Konzert bot. Es war nach dem 6. M\u00e4rz 1986 das zweite Mal, dass die 55 Musikter und ihr exzellenter Dirigent auf Einladungs des Spielmanns- und Fanfarenzuges der Freiwilligen Feuerwehr Kirch-G\u00f6ns nach Butzbach kamen, und des d\u00fcrfte, dies bewiesen der riesige Beifall und die anerkennenden Worte von B\u00fcrgermeister Karl Heinz Hofmann zum Schlu\u00df, sicher nicht das letzte Mal gewesen sein, dass sich das Herresmusikkorps 5 in absehbarer Zeit wieder in Butzbach sehen und h\u00f6ren lassen wird.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eDieses B\u00fcrgerhaus\u201c, bekannte Major Hans Orterer zu Beginn der Veranstaltung, \u201eist f\u00fcr uns von historischer Bedeutung, denn hier gaben wir vor eineinhalb Jahren unser erstes komplettes Konzert. Dies und das tolle Butzbacher Publikum vergi\u00dft man nicht so leicht\u201c. Nach diesem Kompliment und der vorausgegangenen Begr\u00fc\u00dfungsansprache von Hans-Peter Tiedemann, dem 1. Vorsitzenden des Spielmanns- und Fanfarenzuges Kirch-G\u00f6ns, pr\u00e4sentierte sich das noch junge Blasorchester der Bundswehr mit seinem 39j\u00e4hrignen Dirigenten in der erwartet blendenden Form. 13 Musikst\u00fccke vom Marsch \u00fcber die klassichen Opern-Ouvert\u00fcre bis hin zur Filmmusik umfa\u00dfte diesmal das breitgef\u00e4cherte Spektrum, das den Publikumsgeschmack voll traf. Er\u00f6ffnet wurde das Konzert mit \u201eFridericus Rex-Grenadiermarsch\u201c, von Ferdinand Radeck. Benannt ist das preu\u00dfisch-schmissige St\u00fcck nach dem K\u00f6nig Freidrich II (1712 \u2013 1786), auch bekannt als \u201eder Gro\u00dfe\u201c oder \u201eder alte Fritz\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p>Gleich hintendran schob das Herresmusikkorps einen \u00fcberaus gelungenen Ausflug in das klassische Musikfach mit der Ouvert\u00fcre zu Guieseppe Verdis (1813 \u2013 1901) Oper \u201eDie Macht des Schicksals\u201c. \u201eHier ist\u201c, so meinte Major Orterer zur Einleitung mit wohl bescheidener Untertreibung \u201edie oberste Grenze unserer Leistungsf\u00e4higkeit erreicht\u201c. Man mochte es ihm nicht so recht glauben, denn sein Blasorchester bew\u00e4ltigte das urspr\u00fcnglich f\u00fcr ein Symponieorchester geschriebene St\u00fcck mit gro\u00dfer Bravour und ezellentem Spiel, bei dem sich besonders die Klarinettisten als Geigenersatz hervortaten. \u201eHohe handbwerkliche Kompositionskunst\u201c bescheinigte Hans Orterer dem Marsch \u201eWilhelmus von Nassauen\u201c von Theodor Grawert, so benannt nach dem in Weilburg georeneen K\u00f6nig Wilhelm I. von Oranien (1533 \u2013 1584), der als der niederl\u00e4ndische Freiheitsheld gilt. Auf Nachforschungen von Major Orterer wurden die Noten dieses zur Zeit Kaiser Wilhelm II. anfangs dieses Jahrhunderts geschriebeneen Marsches vor nicht allzu langer Zeit erst im Archiv des Mainzer Musikverlages Schotte entdeckt. In das Musikst\u00fcck eingebettet ist \u00fcbrigens die Melodie der niederl\u00e4ndischen Nationalhymne.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum H\u00f6hepunkt des ersten Prorammeteils wurde \u201eFaradole\u201c aus George Bizets (1838 \u2013 1875) Orchestersuite Nr. 2 aus \u201eL\u2019Arl\u00e9sienne\u201c, die urspr\u00fcnglich f\u00fcr ein Schauspiel komponiert wurde. Die abstimmenden Instrumente dieser an Spanien und seine Zigeuner erinnernden folkloristisichen Suite waren das Tambourin und das Schlagzeug, deren beeindruckendes Soli vom ganzen Orchesterr mit solidem K\u00f6nnen untermalt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein alter W\u00fcrttemberger Marsch ist der \u201eK\u00f6nig-Karl-Marsch\u201c, der sich der Suite anschlo\u00df. Ihn intonierte das Heeresmusikkorps nicht schneidig und zackig, sonder auf einer eher melodi\u00f6se Art, wie sie etwa von britischen Milit\u00e4rkapellen gepflegt wird. Kein Unbekannter in der Musikwelt ist der Komponist Karl Zeller (1842 \u2013 1898) mit seiner Operette \u201eDer Vogelh\u00e4ndler\u201c. Aus seinem zweiten Werk \u201eDer Obersteiger\u201c stammte der \u201eMartin-Walzer\u201c, eine Melodien-Zusammenstellung, die bei den Zuh\u00f6rern sehr gut ankam. Mit dem \u201eGraf-Zeppelin-Marsch\u201c verabschiedete sich dann das Orchester in die wohlverdiente Pause.<\/p>\n\n\n\n<p>Den zweiten Teil des Konzerts k\u00fcndigte Major Orterer mit einer Ab\u00e4nderung vom Programmplan an. Er hatte zuvor schon \u201eFreunde\u201c angek\u00fcndigt, die er nun in den B\u00fcrgerhaussal abt. Einmarschiert kam darauf der Spielmannszug der Freiwilligen Feuer Kirch-G\u00f6ns mit Stabf\u00fchrerin Christine Will, der zun\u00e4chst mit dem S\u00fcck \u201eNeue Kameraden\u201c eine vielbeklatschten Soloauftritt hatte, um dann gemeinsam mit mit dem Musikkorps den \u201eSchwedischen Kriegsmarsch\u201c zu intonieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Beifall belohnte dieses gelungene Zusammenspiel, das fast ohne vorherige Proge zustandekam. Kein Wunder, das Major Orterer \u201eseine Kirch-G\u00f6nser Freunde und Freundinnen\u201c f\u00fcr diese bravour\u00f6se Leistung mit einem Extra-Lob (\u201eDabei hatten die so ein Lampenfieber!\u201c) bedachte. Das Arrangement stammt \u00fcbrigens von Manfred Weller (Buseck), einem fr\u00fcheren Ausbilder der Kirch-G\u00f6ns Spielleute.<\/p>\n\n\n\n<p>In die Welt des Westerns f\u00fchlte man sich versetzt, als das Musikkorps Film-Melodien des Italieners Ennio Morricone aus \u201eZwei glorreichen Halunken\u201c und \u201eSpiel mir das Lied vom Tod\u201c anstimmte. Auf dem Schie\u00dfplatz entstadn der n\u00e4chste Marsch, benannt nach dem \u00f6sterreichischen k. und k.-General Sch\u00f6nfeld. Er hatte sich das St\u00fcck bei dem Komponisten Carl-Michael Zieherer bestellt, aber der Hofballdirigent der Donaumonarchie verga\u00df den Auftrag, den er dann in aller Schnelle w\u00e4hrend einer \u00dcbung nachholen musste \u2013 mit Erfolg, wie man es im B\u00fcrgerhaus musikalisch h\u00f6ren konnte. Ein Solotst\u00fcck f\u00fcr den Posaunenersatz ist \u201eLassus Trombone\u201c aus den USA, das dort bestens beliebt ist wegen der Ausfl\u00fcge der Posaunisten ins Publikum. Die wollte Major Orterer allerdings dem Butzbacher Publikum ersparen, denoch geriet der Vortrag zu einer lustigen musikalischen Unterhaltung. Der \u201eGraf-Eberhard-Marsch\u201c ist wesentlich ruhiger angelebt als seine anderen musikalischen Br\u00fcder, kein Wunder, wurde er doch von Albert Segebrecht in Erinnerung an jenen gem\u00fctlich-leutseligen schw\u00e4bischen Grafen komponiert,<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle und Bilder: Butzbacher Zeitung vom 14. November 1987<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"605\" height=\"988\" data-id=\"15191\" src=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/1988-Korps-Bild1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15191\" srcset=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/1988-Korps-Bild1.jpg 605w, http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/1988-Korps-Bild1-184x300.jpg 184w\" sizes=\"auto, (max-width: 605px) 100vw, 605px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"416\" height=\"299\" data-id=\"15192\" src=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15192\" srcset=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild2.jpg 416w, http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild2-300x216.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 416px) 100vw, 416px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Viel Beifall von den 600 Besuchern gab es auch f\u00fcr die Darbietungen des Spielmannszuges Kirch-G\u00f6ns. <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"400\" height=\"272\" data-id=\"15193\" src=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild3.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15193\" srcset=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild3.jpg 400w, http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild3-300x204.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild: Spielmanns- und Fanfarenzug Kirch-G\u00f6ns<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"391\" height=\"265\" data-id=\"15194\" src=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild4.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-15194\" srcset=\"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild4.jpg 391w, http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/wp-content\/uploads\/2024\/03\/Korps-Bild4-300x203.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 391px) 100vw, 391px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Bild: Spielmanns- und Fanfarenzug Kirch-G\u00f6ns<\/figcaption><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>In die Welt des Westerns f\u00fchlte man sich versetzt, als das Musikkorps Film-Melodien des Italieners Ennio Morricone aus \u201eZwei glorreichen Halunken\u201c und \u201eSpiel mir das Lied vom Tod\u201c anstimmte. Auf dem Schie\u00dfplatz entstadn der n\u00e4chste Marsch, benannt nach dem \u00f6sterreichischen k. und k.-General Sch\u00f6nfeld. Er hatte sich das St\u00fcck bei dem Komponisten Carl-Michael Zieherer bestellt, aber der Hofballdirigent der Donaumonarchie verga\u00df den Auftrag, den er dann in aller Schnelle w\u00e4hrend einer \u00dcbung nachholen musste \u2013 mit Erfolg, wie man es im B\u00fcrgerhaus musikalisch h\u00f6ren konnte. Ein Solotst\u00fcck f\u00fcr den Posaunenersatz ist \u201eLassus Trombone\u201c aus den USA, das dort bestens beliebt ist wegen der Ausfl\u00fcge der Posaunisten ins Publikum. Die wollte Major Orterer allerdings dem Butzbacher Publikum ersparen, denoch geriet der Vortrag zu einer lustigen musikalischen Unterhaltung. 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