{"id":15228,"date":"2020-06-09T19:15:00","date_gmt":"2020-06-09T19:15:00","guid":{"rendered":"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/?p=15228"},"modified":"2024-03-25T19:16:55","modified_gmt":"2024-03-25T19:16:55","slug":"butzbacher-stefan-lex-zurueck-zu-den-wurzeln","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/875jahrekirchgoens.de\/?p=15228","title":{"rendered":"Butzbacher Stefan Lex: Zur\u00fcck zu den Wurzeln"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Mit 30 Jahren kehrt der Handballer Stefan Lex zur\u00fcck nach Mittelhessen. Der geb\u00fcrtige Wetzlarer spielt in der neuen Saison f\u00fcr den Oberligisten HSG Pohlheim.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p>Zehn Spieltage vor Ende der Saison wurde auch der 2. Handball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie der Stecker gezogen. Darauf folgte recht fr\u00fch die Nachricht, dass Stefan Lex zur HSG Pohlheim zur\u00fcckkehrt. Der Linksh\u00e4nder spielte zu Regionalliga-Zeiten von 2008 bis 2010 schon bei der HSG und war danach ausgezogen, als Handball-Profi sein Gl\u00fcck zu suchen. Und das mit Erfolg. Bis in die B-Nationalmannschaft f\u00fchrte ihn seine sportliche Karriere, die er jetzt in Pohlheim ausklingen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Begonnen hat alles bei den Minis der HSG Kirch-\/Pohl-G\u00f6ns &#8211; und wo er schon vorher den Vater in die Halle begleitete. \u00bbDa blieb es nicht aus, dass man so ein bisschen in der Halle aufw\u00e4chst\u00ab, sagt der Linksh\u00e4nder. Im ersten Jahr der B-Jugend wurde aus Spa\u00df langsam ernst. \u00bbDa fing es dann mit Handball erst so wirklich an\u00ab, erinnert sich Lex. \u00bbMan hat in der Jugend gesehen, man kann es in Dutenhofen mal probieren. Das war und ist es ja noch heute ein Aush\u00e4ngeschild. Mein Bruder hat vorher auch dort gespielt und dann habe ich gesagt: Okay, das probiere ich auch &#8211; und es hat eigentlich ganz gut geklappt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Bei der HSG Dutenhofen\/M\u00fcnchholzhausen verbrachte er die B- und A-Jugend und lernte dort auch Jan Gorr kennen. \u00bbEr hatte in Wetzlar das Juniorteam trainiert, ist dann von der Oberliga in die 2. Liga zum TV 05\/07 H\u00fcttenberg gewechselt und hat mich quasi mitgenommen. Er hat mir aber auch gleich gesagt: Es sieht momentan eher schlecht aus. Du musst erst mal Spielpraxis in Pohlheim sammeln.\u00ab So kam Lex das erste Mal zur HSG, f\u00fchlte sich wohl und entwickelte sich weiter. \u00bbDort habe ich ganz ordentlich gespielt und irgendwann blieb es nicht aus, dass ich dann auch mal in H\u00fcttenberg ran durfte.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In seinem ersten Zweitligajahr gelang dem TVH das Undenkbare &#8211; der Aufstieg in die 1. Bundesliga. Lex schaffte das Gleiche auch mit den Eulen Ludwigshafen, damals TSG Friesenheim. \u00bbJeder Aufstieg war anders, speziell und besonders. Deshalb kann ich die ganz schlecht miteinander vergleichen. Mit H\u00fcttenberg ging es damals ja noch in die Relegation gegen Minden und mit ganz vielen Geschichten au\u00dfen rum. Zu Hause haben wir mit elf Toren gewonnen und in Minden verloren, aber das war dann ja nur noch Kosmetik.\u00ab Mit Friesenheim ging man als Aufstiegsaspirant in die Runde. \u00bbWir hatten eine Mannschaft, von der man sagen musste, damit musst du aufsteigen. Da waren die Vorzeichen andere als mit dem TVH. In H\u00fcttenberg war das wie die zweite Kirmes im Dorf. Deshalb waren beide Aufstiege anders sehr sch\u00f6n.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Hinrunde 2011\/2012 das n\u00e4chste Highlight f\u00fcr den R\u00fcckraumspieler. \u00bbEines Tages rief mich Nationaltrainer Martin Heuberger und fragte, ob ich Lust und Zeit h\u00e4tte &#8211; na klar, hatte ich Lust und Zeit! Das war f\u00fcr mich schon etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches. Wir hatten zwei Spiele gegen D\u00e4nemark und ich habe mit Spielern gespielt, die man sonst nur aus dem Fernsehen kannte. Mit denen im Hotel zu sein und sich zu unterhalten war schon eine coole Erfahrung. Mit Holger Glandorf lag ich zusammen auf der Massagebank\u00ab, so Lex. \u00bbMichael Kraus, Silvio Heinevetter, Finn Lemke und Tobias Reichmann waren zu dem Zeitpunkt auch noch in der B-Nationalmannschaft.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Trotzdem blieb Lex bodenst\u00e4ndig und h\u00f6rte auf den Rat seiner Eltern. Er absolvierte in H\u00fcttenberger Zeiten eine Ausbildung zum<\/p>\n\n\n\n<p>Speditionskaufmann. \u00bbMeine Eltern haben immer gesagt, erst mal eine Ausbildung &#8211; und dann gucken wir mal. Das habe ich so gemacht und bin ganz froh dar\u00fcber. Danach habe ich gesagt, ich will erst mal ein paar Jahre Profi-Handball spielen.\u00ab Auf den TV H\u00fcttenberg folgte die TSG Friesenheim, bei der er drei Jahre aktiv war. Der Verein legte ihm ein neues Vertragsangebot vor, doch Lex wollte etwas Neues versuchen. \u00bbCoburg war da in die 1. Liga aufgestiegen. Der HSC hat mich gereizt. Diese Zeit hat mich menschlich auch weiter nach vorne gebracht.\u00ab Nat\u00fcrlich war auch Trainer Jan Gorr ein Faktor: \u00bbWenn man den Trainer kennt, ist es ein bisschen einfacher. Vielleicht nicht immer besser, aber es war f\u00fcr mich damals auch ein Faktor. Zudem ging auch Sebastian Weber nach Coburg, Florian Billek war da\u00ab, alles Spieler aus H\u00fcttenberger Zeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter folgte der Wechsel zu seinem jetzigen Verein, dem ASV Hamm-Westfalen. \u00bbCoburg hatte mir auch ein Angebot gemacht. Aber dann wurde meine Frau schwanger, wir haben geheiratet und gesagt, wir w\u00fcrden gerne wieder ein bisschen n\u00e4her an die Heimat. Da war Hamm mit zwei Stunden Fahrzeit schon optimal. Ich habe damals viel Positives \u00fcber den Verein geh\u00f6rt und gesagt, mal gucken, was in Hamm noch so passiert\u00ab, so Lex. Doch der Verein verpasste das Ziel Aufstieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Privat lief es f\u00fcr Familie Lex in Hamm optimal. \u00bbWir haben dort sehr nette Nachbarn kennengelernt und auch Freunde f\u00fcrs Leben. Unser Sohn Linus kam dort zur Welt, das wird immer h\u00e4ngen bleiben. Wir haben uns in Hamm sehr wohl gef\u00fchlt, wir w\u00e4ren gerne noch geblieben.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Der ASV entschied sich jedoch f\u00fcr einen anderen Spieler auf der Position R\u00fcckraum rechts. \u00bbDar\u00fcber war ich schon ziemlich entt\u00e4uscht, weil wir schon gerne l\u00e4nger in Hamm geblieben w\u00e4ren. Dann mussten wir uns \u00fcberlegen, wie es weitergeht. Das ist eben so im Profi-Sport.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>In dieser Zeit blieb der Kontakt zur HSG Pohlheim bestehen. \u00bbIch muss dazu sagen, dass ich mich in meiner ersten Zeit in Pohlheim sehr wohlgef\u00fchlt habe. Ich hatte mit Horst-G\u00fcnther Schmandt und dem leider verstorbenen Marius Naidin zwei Trainer, die Spa\u00df am Leben hatten und haben und die mir gezeigt haben, dass man nicht immer so verbissen sein muss. Das war f\u00fcr mich eine gute Erfahrung.\u00ab Zudem ist auch Bruder Andreas in Pohlheim aktiv.<\/p>\n\n\n\n<p>Derzeit ist Lex mit Familie in Kirch-G\u00f6ns. \u00bbWir haben beschlossen, diese Zeit bei der Familie zu verbringen. Was sollen wir jetzt da oben in Hamm rumsitzen? Wir haben dort wenig Garten, hier haben wir einen riesen Garten. Das ist mit Kind nat\u00fcrlich super entspannt.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Um den Umzug zur\u00fcck nach Butzbach und die berufliche Zukunft zu planen, bietet die Corona-Krise Lex auch Vorteile. \u00bbIch w\u00fcrde nat\u00fcrlich viel lieber Handball spielen, das ist klar. Aber um solche Sachen zu kl\u00e4ren, ist das jetzt nat\u00fcrlich ein bisschen entspannter.\u00ab W\u00e4hrend Lea nach einer neuen Stelle in Mittelhessen als Lehrerin sucht, will er sich selbstst\u00e4ndig machen und erf\u00e4hrt dabei viel Unterst\u00fctzung des k\u00fcnftigen Vereins. Es geht in den handwerklichen Bereich, denn Lex sagt trotz Ausbildung zum Speditionskaufmann: \u00bbIch bin kein B\u00fcrohengst, das hat mir diese Zeit gezeigt und Handwerk ist wieder gesucht.\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle Wetterauer Zeitung 09.06.2020<\/p>\n\n\n\n<p>Quelle: Wetterauer Zeitung vom 9. Juni 2020<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit 30 Jahren kehrt der Handballer Stefan Lex zur\u00fcck nach Mittelhessen. Der geb\u00fcrtige Wetzlarer spielt in der neuen Saison f\u00fcr den Oberligisten HSG Pohlheim. Zehn Spieltage vor Ende der Saison wurde auch der 2. Handball-Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie der Stecker gezogen. Darauf folgte recht fr\u00fch die Nachricht, dass Stefan Lex zur HSG Pohlheim zur\u00fcckkehrt. 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