Adventskonzert mit Freunden ganz im Zeichen der Städtepartnerschaft

Was für ein grandioses Konzert, das da im vollbesetzten Bürgerhaus am Samstagabend ablief: Der Gesangverein 1862 Kirch-Göns und der Städtepartnerschaftsverein Butzbach hatten zu einem „Adventskonzert mit Freunden“ eingeladen und so sangen und musizierten die beiden Chöre des Gesangvereins Kirch-Göns, der gemischte Chor Kirch-Göns und der Gospelchor „Let it shine“ unter der Leitung von Theresa Heinz, der Chor Ami Croche aus Butzbachs Partnerstadt Saint-Cyr-l-´Ecole unter der Leitung von Delphine Cadet sowie das Symphonieorchester der Weidigschule unter der Leitung von Annette von Malek. Heraus kam ein buntes Programm aus besinnlichen und fröhlichen Klängen, vom amerikanischen Folksong bis zum traditionellen Weihnachtslied. Es wurde lateinisch, französisch, italienisch, englisch, deutsch und in Kirch-Gönser Dialekt gesungen und endete mit der Europa-Hymne „Freude schöner Götterfunken“, auf die von allen Chören gemeinsam auf der Bühne mit dem Publikum gesungen wurde. Aus Saint Cyr war neben dem Chor Ami Croche auch eine stattliche Delegation des dortigen Gesangvereins gekommen. Für das sprachliche Verstehen sorgten an diesem Abend die Übersetzerinnen Christiane Galle und Monika Söhngen. Das Publikum war von diesem Konzert begeistert, so dass es zwischen den einzelnen Programmpunkten und am Schluss Beifallsstürme gab. Das Konzert begann mit dem Adventjodler des Österreichers Lorenz Maierhofer, der alle Sänger auf der Bühne vereinte. Dann begrüßte die Leiterin des Partnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau, das Publikum, die drei Chöre und das Orchester. Bürgermeister Michael Merle sagte, es sei eine besondere Freude, die französischen Freunde in Butzbach begrüßen zu können. Jack Oudiot, der Präsident des Städtepartnerschaftsvereins von Saint Cyr erklärte, er sei sehr erfreut über die Einladung zu diesem Treffen. Er dankte allen Familien für die freundliche Aufnahme. Der Aufenthalt in den Familien sei die Möglichkeit, sich näher kennenzulernen und zu verstehen. Auch die Vorsitzenden des Kirch-Gönser Gesangvereins, Claudia Laiacker, begrüßte Künstler und Publikum. Weiter ging es mit Ami Croche, die ihr Programm mit „Luci Care, Luci Belle“ von Wolfgang Amadeus Mozart starteten und eindrucksvoll ihr Können dokumentierten. Auch den Jägerchor aus dem Freischütz von Carl Maria von Weber beherrschten die Franzosen beeindruckend. Das Symphonieorchester der Weidigschule stiegt mit der Overtüre aus der Musicaloper „Königs Keks“ von Peter Schindler in das Konzert ein und der gemischte Chor zeigte seine Virtuosität mit Weihnachtsklassikern wie „Engel singen Jubellieder“ und „Im Winterwald“. Pfarrer William Thum erzählte die erste seiner im Programm angekündigten Weihnachtsgeschichten, in der ein alter Vater seiner Tochter den Rat gibt, sich mehr auf den Sinn von Adventszeit und Weihnachten zu besinnen, sich mehr um die Kinder zu kümmern und von übersteigertem Geschenkkonsum abzusehen. Das Publikum war begeistert. Den ersten Teil des Konzerts vor der Pause beendete der Gospelchor „Let it shine“ mit „Wieder nah der Heil´ge Stern“, „Fröhliche Weihnacht überall“, „Bless The Lord“ sowie „The Holly and the ivy“ und auch er zeigte die gestalterische Kraft der Kirch-Gönser Chöre unter der Leitung der dynamischen Theresa Heinz, der man die Musikbegeisterung zu jedem Zeitpunkt anmerkte. Nach der Pause kamen die Chöre und das Orchester wieder sind- und spielfreudig auf die Bühne und der gemischte Chor überrachste nach dem Symphonieorchester, das „Joy To The World“ interpretierte, mit einem Lied in Kirch-Gönser Dialekt – „Advent i a Loichde“, dem mit Luleise Gottessohn“ ein polnisches Weihnachtslied folgte. Das Symphonieorchester spielte noch einmal ein Stück aus „Königs Keks“ und der Gospelchor interpretierte eine neu arrangierte Version von „Oh Tannenbaum“, in der sich Texte des genannten Liedes mit Texten von anderen Weihnachtsliedern vermischten. Pfarrer Thum brachte mit seiner zweiten Weihnachts-geschichte das Publikum wieder zum Nachdenken. Dieses Mal ging es um das Gespräch zwischen einem Zündholz und einer Kerze, in dem die Kerze ihre Furcht angezündet zu werden ausdrückt. Das Zündholz sagt, man solle nicht nur das eigene Schicksal bedenken, denn die Kerze solle ja für andere leuchten. Die Kerze lässt sich überzeugen und ist bereit, sich anzünden zu lassen. Mit dem englischen Weihnachtslied „We wish you a merry Christmas“ gesungen vom Chor Ami Croche war man fast am Ende des Abends angelangt. Dann erschien noch einmal Christine Borchers-Fanslau auf der Bühne und dankte allen, die zum Gelingen des Abends beigetragen hatten. Der Abend klang mit der Europa-Hymne, gesungen von allen Chören und dem Publikum, aus. Der Abend war ein großartiger Einstieg in die Adventszeit.

Ausgezeichnet besucht war im Bürgerhaus das Adventskonzert mit Freunden. Am Ende des Programms sangen alle Sängerinnen und Sänger gemeinsam die Europa-Hymne, die Ode an die Freude (oberes Foto). Von einem Mitglied des Symphonieorchesters der Weidigschule auf der Klarinette begleitet erwies sich die Leiterin der Kirch-Gönser Chöre, Theresa Heinz, als begnadete Sängerin (unteres linkes Foto). Die Übersetzerinnen des Abends waren Madame Christiane Galle (l.) und Monika Söhngen (r.), in der Mitte die 1. Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau (unteres rechtes Foto).

Quelle und Bilder: Butzbacher Zeitung vom 1. Dezember 2014