Kirch-Gönser Jugend tanzte in Ungarn

Nachwuchs des Heimat- und Backhausvereins verlebte unvergessliche Tage

Eine ereignisreiche Fahrt nach Ungarn unternahm die Jugendgruppe des Kirch-Gönser Heimat- und Backhausvereins. Dabei wurden unvergessliche Eindrücke von Land und Leuten gewonnen. Die Kirch-Gönser Jugendlichen gingen per Bus zusammen mit der Jugendgruppe der evangelischen Kirchengemeinde Annerod, zu der seit einiger Zeit eine enge Verbindung besteht, sowie mit den „Owerhessische Mussigmächer“ (junge Musiker aus Pohl-Göns und Buseck) auf große Ungarnfahrt. Ziel war die Stadt Tahitótfalu direkt am Donauknie, circa 35 Km von Budapest entfernt. Unterkunft fanden die Jugendlichen in einem so genannten Selbstversorgerhaus der Stadt. Die beiden Tanzgruppen hatten zusammen mit den Musikern drei Auftritte vor Einheimischen. Der erste Auftritt war im Kulturhaus von Nagykata, der zweite mit dem sorgfältig einstudierten Programm in einer Schulze in Paszto. Gastgeber waren an beiden Tagen ungarische Jugendtanzgruppen, die sich ebenfalls mit Volkstänzen vorstellten. Jeweils zum Abschluss der Aufführungen wurden gemeinsame Tänze beider Nationen ausprobiert. Der dritte Auftritt fand in einem Seniorenheim in Tat statt. Es war schon ein besonderes Gefühl für die Teilnehmer, die erfreuten Gesichter der Heimbewohner zu sehen, die der Aufführung stark applaudierten. Bei allen Veranstaltungen wurden die Tanzgruppen und die Musiker mit großer Herzlichkeit empfangen, die sie in dieser Form noch nicht hatten und die alle erfreute. Neben den Auftritten standen verschiedene Besuche auf dem Programm. Natürlich wurde in der ungarischen Hauptstadt Budapest mit ihren zwei Millionen Einwohnern eine Stadtrundfahrt unternommen, die an die markanten Punkte der Metropole führte, die im Mittelalter mit ihren Stadtteilen Buda (Ofen) und Pest als deutsche Stadtgemeinden entstand. Das Burgviertel mit der weltberühmten Fischerbastei und die Uferzone an der Donau mit ihren Regierungsgebäuden sind Weltkulturerbe. In weiten Teilen der Großstadt sind alte Gebäude und Denkmäler bestens erhalten und gepflegt. Beeindruckend war u. a. die riesige Heldenplatzmitten in Budaspest mit seinem Milleniumsdenkmal, das neben anderen den ungarischen Nationalhelden Janos Hunyadi zeigt. Auch ein Freizeitpark und ein Thermalfreibad wurden mit großem Vergnügen von den Jugendlichen besucht. Einen herrlichen und unvergesslichen Ausblick über das gesamte Donauknie hatten die Jugendlichen bei ihrem Besuch der Burg von Visegrád, die direkt an der Donau steht. In gruseliger Erinnerung bleiben wird aber auch das in der Burg untergebrachte Foltermuseum. Ausgiebig genutzt wurde eine Sommerrodelbahn in der Nahe der Burg Visegrád. Ein weiterer Ausflug galt den Künstlerstädtchen Szentendre mit seinen Töpfer- und Marzipanmuseum. Hier deckten sich die Jugendlichen mit den letzten Mitbringseln und Andenken an ihre Ungarnfahrt ein, die viel zu schnell zu Ende ging. Auf der Heimreise wurde in Wien ein Stopp eingelegt. Im Prater wurde die Möglichkeit genutzt, einmal mit dem weltbekannten Riesenrad eine Runde zu drehen. Völlig erschöpft kamen die Jugendlichen nach langer Fahrt daheim an, aber voll neuer und unvergesslicher Eindrücke.

Die Kirch-Gönser und Anneröder Trachtentanzgruppe vor ihrer Unterkunft in Tahitótfalu.

Quelle und Bild: Butzbacher Zeitung / im Oktober 2001