Lukas Brandenburger gewann Deutschland-Pokal im Glücksschießen

Den Sportinteressierten ist es spätestens sei Olympia bekannt: Finalschießen bei den Schützen. Eine stattliche Zahl von Kirch-Gönsern ist zum 39. Ortsvereinsschießen angetreten, um die Besten zu ermitteln. Gleichzeitig war der sportliche Vergleich im Schießen auch eine Premiere. Zum ersten Mal wurde das Schießen auf den neuen elektronischen Ständen des Vereins ausgetragen. Nach dem Qualifikationsschießen, bei dem auch die Mannschaftssieger ermittelt wurden, konnte der Vorsitzende Hagen Heinz die sechs besten Einzelschützinnen und -schützen für das Finale begrüßen. Mussten im Vorkampf noch 20 Wertungsschüsse abgegeben werden, waren es im Finale lediglich noch 10 Schüsse, allerdings mit erschwerten Bedingungen. Nicht nur die Schussabgabe ist nach festgelegtem Modus vorgeschrieben, eine maximale Zeit von einer Minute darf nicht überschritten werden. Traditionell starteten die Damen in den Wettkampf. Nach nur wenigen Schüssen sollte die Reihenfolge der Qualifikation sich deutlich ändern. Mit Startschwierigkeiten kämpfte die aus dem Vorkampf führende Monika Heinz (Kegelclub 501) und erreichte den 5. Platz in der Endabrechnung. Deutlich verbesserte sich Ute Maiwald (Gesangverein) auf den 4. Platz. Die zweite Schützin des (KC 501), Doris Häuser, schaffte den Sprung auf das sogenannte „Treppchen“ und wurde 3. Siegerin mit 58,9 Ringen. Entschieden wurde der Wettkampf erst mit dem letzten Schuss. Die bis dahin äußerst knapp führende Claudia Ceh (Musikzug) konnte den Vorsprung nicht ins Ziel retten. Mit 65,6 Ringen reichte ihre durchgängig gute Leitung zum 2. Platz – nichts war es mit der Titelverteidigung. Wie so oft in den Jahren zuvor gewann Jutta Pfeiffer (Strickclub Flinke Nadel) den spannenden Wettkampf mit dem letzten Schuss und revanchierte sich mit 68,8 Ringen für die Vorjahresniederlage gegen C. Ceh. Ware es bei den Damen ein Zweikampf, so sah es zwischenzeitlich bei den Herren nach einem Vierkampf aus. Diese Entwicklung war möglich durch den krankheitsbedingten Ausfall des Favoriten H. Tiedemann. Bedingt durch eine Funktionsstörung an seiner Sportwaffe kam der Zweitplatzierte der Qualifikation, Andre Müller (Quartermain-Club), nicht „in Tritt“ und erreichte in der Endabrechnung den 5. Platz. Die anfängliche Führ von Oliver Heinz (Quartermain-Club) reichte zum 4. Platz mit 72,7 Ringen, kann geschlagen von dem 3. Sieger Stefan Pappel (Musikzug), der 75,2 Ringe erreichte. Und auch bei den Herren wurde der Sieg erst mit dem letzten Schuss entschieden. Stefan Plitsch (TV Tischtennis) konnte seine Aufholjagd nicht mit dem Sieg krönen. Mit 78,0 Ringen musste er sich denkbar kann dem Sieger Michael Raschke (Quartermain-Club) geschlagen geben. Ein Wahrer Abo-Sieger schrieb sich erneut in die Siegerliste ein: Der Musikzug mit den Schützen H. Tiedemann, S. Papel, C. und H. Ceh gewann die Mannschaftswertung unangefochten mit 515 Ringen. Die weiteren Sieger sind Quartermain-Club 504 Ringe, TV Tischtennis 447 Ringe, Kegelclub 501 439 Ringe, Gesangverein 413 Ringe und Kleintierzuchtverein 224 Ringe. Nach dem spannenden Finale beglückwünschten die Vorstandsmitglieder Rolf Hillefeld und Christian Müll Sieger und Platzierte in der Einzel- und Mannschaftswertung und überreichenten die Auszeichnungen. Der Sieger im Glücksschießen erhielt den von der Volksbank Butzbach gestifteten „Deutschland-Pokal“. Glücklicher Gewinner ist in diesem Jahr der für den Musikzug angetretene Lukas Brandenburger mit exakt 100 Punkten.

Butzbacher Zeitung vom 12. September 2007